8 Regeln für völligen Stillstand (nach P. Kruse)

13.05.2015 / Change Management, FührungHinterlasse einen Kommentar

Du hast genug von dem ganzen „Change“? Am liebsten wäre es dir, wenn in deiner Firma oder deiner Organisation einfach alles so bleiben würde, wie gehabt? Du willst keine Veränderung mehr?

Dann solltest du dir unbedingt die 8 Regeln für völligen Stillstand von Prof. Dr. Peter Kruse zu Herzen nehmen!

8 Regeln für völligen Stillstand (unter dem Video in Textform):

 

Für den Fall, dass du das Video nicht sehen kannst, oder falls du die 8 Regeln für völligen Stillstand von Peter Kruse nochmal in aller Ruhe durchlesen willst, habe ich sie dir hier schriftlich zusammengefasst:

  • Den Veränderungsprozess „steuern“: halte dich raus oder behalte alles im Griff.
    Wenn möglich solltest du sogar zwischen diesen beiden Extremen hin und her schwanken. Behalte erst alles im Griff und gib dann deinem Team plötzlich und ohne Vorwarnung die totale Entscheidungsfreiheit. Wenn du oft zwischen diesen Extremen pendelst, dann versteht dein Team am Ende nur noch Bahnhof.
  • Führe Diskussionen über die Veränderungen konsequent auf informeller Ebene.
    Je mehr Gerüchte du streust, desto weniger wird sich ändern. Am besten gehst du jeden Morgen durch eine andere Abteilung und murmelst vor dich hin: „Ich glaube wir müssen diese Abteilung schließen“. Danach sofort die Abteilung verlassen und die Gerüchteküche brodeln lassen. Am nächsten Tag ist dann eine andere Abteilung dran.
  • Möglichst viele Veränderungen gleichzeitig beginnen.
    Sorge also für ständige Überforderung und verbreite große operative Hektik. Veränderungen sollten immer in Tages- oder Wochenmaßnahmen wiederzufinden sein; aber niemals in einer Monats- oder sogar Jahresmaßnahme, denn dann kann sich ja wirklich etwas ändern.
  • Lege Wert auf umfassenden internen Wettbewerb.
    Jeder deiner Mitarbeiter sollte wissen, dass bei dir nur der Einsatzbereiteste „überleben“ wird. Dieser interne Wettbewerb führt dann zu sogenannten „Krabbenkörben“. Die Metapher der Krabbenkörbe beschreib in etwa das Verhalten: „Wenn ich es nicht haben kann, dann sollst du es auch nicht haben“.
    An sich könnten die Krabben in einem Korb nämlich ohne Probleme entkommen. Die Krabben versuchen sich – bei ihrem Fluchtversuch – an den anderen Krabben hochzuziehen. So werden die oberen Krabben von den unteren immer wieder zurückgezogen und letztendlich entkommt keine.
  • Finde heraus wer „schuld“ ist und analysiere jedes Problem bis ins kleinste Detail.
  • Bestehende Regeln sollten nie zur Debatte stehen.
    Sinn und Unsinn von bestehenden Regeln sollte nie diskutiert werden. Die Regeln wurden ja aus gutem Grund eingeführt – auch wenn diesen Grund heute keiner mehr kennt und er auch möglicherweise gar nicht mehr existiert.
  • Beschlüsse sollten immer schnellstmöglich getroffen werden.
    Sorge für schnelles „Committment“ und lasse möglichst viel ohne ausführliche Diskussion schnell abnicken. Denn dann können sich die Leute auch keine Gedanken über die Folgen machen und nehmen spätestens wenn sie das Meeting verlassen haben schon die ersten Beschlüsse wieder zurück.
    Führe also auf formeller Ebene schnell Entscheidungen her und lasse diese dann später  – auf informeller Ebene – ausführlich diskutieren, oder wie es Peter Kruse sagt: „Quäle dich nicht vor der Entscheidung, dann quälst du dich nämlich ausreichend nach der Entscheidung.
  • Beschließe schneller als dein Team umsetzen kann.
    Die Veränderungsgeschwindigkeit auf der Beschlussebene sollte stets größer sein als die auf der Umsetzungsebene. Sorge also für maximale Beschlussdynamik bei minimaler Umsetzungsdynamik.
    Dann werden deine Mitarbeiter auch lernen, dass Veränderungen kommen und gehen und sie werden wahrscheinlich die sogenannte BAW-Technik perfektionieren. BAW steht für Bend And Wait: Wenn Veränderungen kommen, dann biege dich beiseite, warte bis sie vorbeigeht und komme erst dann wieder hoch.

 

Hast du dich bei der einen oder anderen Regel ertappt? Ja, dann heißt es handeln! Nein, dann behalte diesen witzigen Regeln doch einfach im Hinterkopf, damit du sie nicht doch irgendwann einmal ungewollt „befolgst“.

Bildquelle (Titelbild): Morguefile.com – krosseel


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