Entscheidungen treffen leicht gemacht

01.11.2017 / Führung, Ziele2 Comments

Entscheidungen treffen leicht gemacht

Täglich müssen wir Entscheidungen treffen. Ganz egal in welchem Beruf. Aber gerade in Projekten müssen wir überdurchschnittlich viele wichtige Entscheidungen treffen. Manchmal sind es große und einschneidende Entscheidungen, manchmal aber auch die kleineren Weichenstellungen. Wie es der Name aber schon nahelegt: auch keine Weichenstellungen sind richtungsweisend.

Und obwohl wir in unserem täglichen Arbeitsleben viele Entscheidungen treffen müssen, fühlen sich viele Menschen nicht wohl damit. Denn was ist, wenn die Entscheidung falsch ist? Und wie erkenne ich ob eine Entscheidung auch die richtige ist?

In einigen Fällen führt das sogar zu einer Entscheidungs-Paralyse, also dazu, dass keine Entscheidungen mehr getroffen werden können. Und das ist immer die schlechteste Wahl.

Deswegen dreht sich dieser Artikel um die Frage, wie du bessere Entscheidungen treffen kannst. (Tipp des Autors: Eine gute Entscheidung wäre es natürlich, wenn du diesen Artikel lesen würdest!) 🙂

 

Auf der Suche nach Qualitätskriterien: Was ist eine gute Entscheidung?

Doch bevor wir bewerten können, was eine gute Entscheidung eigentlich ist, müssen wir uns erst einmal Gedanken über die Bewertungskriterien machen.

Denn obwohl wir alltäglich so viele Entscheidungen treffen müssen und obwohl viele Entscheidungen gravierende Auswirkungen auf den weiteren Projektverlauf haben können, ist es interessant, dass bei der Bewertung der Qualität von Entscheidungen häufig falsche und letztlich schädliche Kriterien angelegt werden.

Oft wird nämlich die Auswirkung der Entscheidung auf das Endergebnis als zentrales Qualitätskriterium herangezogen. Und auch wenn das auf den ersten Blick einleuchten mag, ist es doch falsch und reduziert letztlich deine zukünftige Entscheidungsfähigkeit immer mehr.

 

Der Entscheidungszeitpunkt als Qualitätsmerkmal

Zwar ist es natürlich ein gutes Zeichen, wenn eine Entscheidung letztlich eine positive Auswirkung auf das Endergebnis hat. Wenn wir aber die Qualität einer Entscheidung nur davon abhängig machen, welche Auswirkung diese auf ein lange in der Zukunft liegendes Endergebnis hat, dann führt das dazu, dass wir uns bei Entscheidungen unnötig schwer tun. Im schlimmsten Fall sogar dazu, dass wir uns um Entscheidungen drücken. Und eine solche Entscheidungs-Lähmung ist immer die schlechtere Wahl!

Außerdem machen wir es uns mit einer solchen Bewertung zu einfach (und letztlich ist es auch ungerecht). Denn im Nachhinein und mit deutlich mehr Informationen als zum Zeitpunkt der Entscheidung lässt es sich natürlich leicht reden. Eine solche retrospektive Besserwisserei hilft uns also nicht weiter.

Eine Entscheidung ist nämlich nicht deshalb schlecht, nur weil wir sie Wochen, Monate oder sogar Jahre später so nicht mehr treffen würden. Schlecht würden wir nur dann entscheiden, wenn wir – trotz der Verfügbarkeit neuer Informationen – die einmal getroffene Entscheidung nicht verändern, weiterentwickeln oder durch weitere Entscheidungen an die neue Situation anpassen würden.

Es zeigt sich also, dass die Bewertung der Qualität einer Entscheidung immer auch vom Entscheidungszeitpunkt abhängig ist.

 

Der Entscheidungsprozess als Qualitätsmerkmal

Des weiteren ist der Entscheidungsprozess ein zentrales Qualitätsmerkmal. Hierbei geht es u.a. darum das Umfeld, in dem die Entscheidung getroffen wird, genau zu analysieren, mögliche Optionen auszuloten sowie sich mit Experten und Nicht-Experten (bzw. Außenstehenden) zu beraten. Denn bestimmen können wir nur das, was vor einer Entscheidung passiert, was danach passiert ist dann schon wieder entscheidend für die Qualität der folgenden Entscheidungen. Mehr zum Entscheidungsprozess gibt es auch im nächsten Artikel.

Nicht das Endergebnis bestimmt die Qualität einer Entscheidung, sondern der Prozess der zur Entscheidung führt!
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Gute Entscheidungen liegen also immer dann vor, wenn:

  • die zum Zeitpunkt der Entscheidung verfügbaren Informationen ausreichend in Betracht gezogen wurden und
  • ein guter Prozess zu dieser Entscheidung geführt hat.

Und hier liegt die sehr beruhigende Nachricht für alle, die sich bei Entscheidungen schwer tun, nämlich: Wenn du deine “Hausaufgaben” im Vorfeld einer Entscheidung gemacht hast, dann wirst du keine schlechten Entscheidungen treffen!


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