Was du von Spitzensportlern über Erfolg lernen kannst!

08.02.2017 / Führung, WeiterbildungHinterlasse einen Kommentar

Spitzensportler - Erfolg durch Fokus auf Stärken

Warum trainiert Usain Bolt – der schnellste Mann der Welt – tausendfach das Starten? Warum übt Michael Phelps – der erfolgreichste Schwimmer aller Zeiten – immer wieder die gleiche Schwimmbewegung? Und warum trainiert Angelique Kerber – eine der besten Tennisspielerinnen der Welt – immer wieder ihren Aufschlag?

Warum arbeiten diese Personen – teilweise fast wie besessen – in einem Bereich, in dem sie schon zu den Besten der Welt gehören, daran noch besser zu werden? Wäre es nicht viel sinnvoller, wenn sie eher an ihren Schwächen arbeiten würden?

Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass Usain Bolt eine ganz schlechte Renneinteilung hat, wenn er einen Marathon läuft. Michael Phelps ist wahrscheinlich nur ein mittelmäßiger Basketballspieler. Und ob Angelique Kerber am Stufenbarren überhaupt als mittelmäßig zu bezeichnen wäre … ?

Wenn du dich jetzt fragst, was dieser Quatsch soll und wohin diese – zugegeben – ziemlich blöden Fragen führen sollen, dann solltest du unbedingt weiterlesen! Denn im folgenden Artikel erfährst du, was du von Spitzensportlern über deinen eigenen Erfolg lernen kannst!

 

Spitzensportler konzentrieren sich auf ihre Stärken, um die Weltspitze zu erreichen …

Bei Spitzensportlern ist die “absolute Konzentration auf ihre Stärken” so selbstverständlich, dass uns die oben genannten Fragen schon ziemlich blödsinnig vorkommen. Natürlich trainiert Usain Bolt keinen Marathon, Phelps kein Basketball und Kerber kein Turnen! Warum auch?

Denn dann würden sie es ja wahrscheinlich bei allem nur zu einem etwas besseren Mittelmaß schaffen. Michael Phelps wäre wahrscheinlich nur ein mittelmäßiger Basketballer geworden; international nicht von Bedeutung. Im Schwimmen hätte er es dann – ohne das konsequente und absolut fokussierte Training – wahrscheinlich auch nur ins obere Drittel geschafft. Die Weltspitze hätte er definitiv vergessen können!

 

… warum nutzen wir diese Erkenntnis dann aber nicht für uns?

Wenn wir uns die heutige Arbeitswelt anschauen, sehen wir, dass wir uns grundlegend anders verhalten! Natürlich fragen wir bei der Personalentwicklung immer auch Stärken und Schwächen ab. Meist aber leider aus den völlig falschen Gründen.

Denn über die gefundenen Stärken wissen wir zwar ziemlich schnell, wo der Mitarbeiter gut einzusetzen ist. Und über die Schwächen-Analyse finden wir heraus, wo der jeweilige Mitarbeiter noch Fortbildungsbedarf hat. So schnell, so einfach… Aber macht das bei genauerem Hinsehen wirklich Sinn? Auf den ersten Blick klingt dieses Vorgehen nämlich so plausibel, dass wir die Frage meist ohne zu zögern sofort mit einem klaren “JA” beantworten!

Das Problem, das wir hierbei aber übersehen ist:

Die Fokussierung auf Schwächen führt uns zum Mittelmaß!
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Wenn wir nämlich einen Menschen in Dingen, die er nicht gut kann, weiterbilden, wird er sich ohne großen Aufwand schnell verbessern. Aber leider wird diese Verbesserung meist nur von “schlecht” zu “mittelmäßig” führen. Sobald sich der Mitarbeiter dann aber verbessert hat, nehmen wir uns meist die nächste Schwäche vor und qualifizieren den Mitarbeiter erneut weiter … und das ganze wieder nur bis zur Mittelmäßigkeit.

 

Die Konzentration auf unsere Stärken bringt uns an die Spitze!

Sind Teams aber wirklich dann erfolgreich, wenn sich alle Mitglieder in Richtung Mittelmaß entwickeln? Wäre es nicht viel besser, wenn wir uns auf unsere Stärken konzentrieren würden? Sollten wir nicht unseren Mitarbeitern gezielt dabei helfen bei Dingen, die sie bereits gut können, noch besser zu werden?

Wenn wir uns konsequent auf die Weiterentwicklung (und den Einsatz) unserer Stärken fokussieren, werden zwei Dinge passieren:

  • Zum einen werden wir schnell absolute Spitzenleistungen sehen – sogar solche, die wir bisher nicht für möglich gehalten haben! Denn nur wer seine Stärken nutzt, wird auch hervorragende Arbeit leisten (können)!
  • Zum anderen wird sich ein mögliches Motivationsproblem unter den Mitarbeitern (fast) vollständig auflösen! Wer in Bereichen arbeiten darf, in denen er tolle Ergebnisse erzielt, der wird allein durch diese Ergebnisse immer wieder aufs Neue motiviert! Wer aber ständig Aufgaben erledigen muss, die er nicht so gut kann, der wird – höchst wahrscheinlich – regelmäßig von außen motiviert werden müssen.

Es wird also klar:

Die Fokussierung auf Stärken führt uns zur Spitze!
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Sollte man seine Schwächen dann aber einfach ignorieren?

Ich bin ein absoluter Befürworter des “lebenslangen Lernens” und der kontinuierlichen Weiterentwicklung. Aber seltsamerweise haben wir uns bei der Personalentwicklung fast ausschließlich auf Maßnahmen der Schwächenbeseitigung spezialisiert. Kollegen, die nicht so gut vor Menschen reden können, werden auf Kommunikationsseminare geschickt. Menschen, die kein Blick für gute Präsentationen haben, machen einen PowerPoint Kurs.

Was wir aber eigentlich tun sollten ist, nach den Stärken der Mitarbeiter zu suchen und die anstehenden Aufgaben möglichst entsprechend der Stärken unserer Mitarbeiter verteilen. Es kann ja sein, dass unsere “PowerPoint-Niete” ein hervorragender Sprecher ist und dass umgekehrt, der Mitarbeiter, der nicht vor Menschen sprechen kann, besonders tolle Powerpoint-Folien erstellen kann.

Das soll nun aber im Umkehrschluss nicht heißen, dass wir jetzt einfach all unsere Schwächen ignorieren sollten. Auch das wäre falsch! Es sollte aber nicht pauschal darum gehen, an allen unserer – meist so einfach zu erkennenden – Schwächen zu arbeiten.

Viel wichtiger ist es, genau an denjenigen Schwächen anzusetzen, die dir bei der Entfaltung deiner Stärken im Wege stehen! Bei diesen – und NUR bei diesen – Schwächen solltest du versuchen ein oberes Mittelmaß (oder mehr) zu erreichen! Bei den restlichen Schwächen kannst du dich so organisieren, dass diese nicht mehr ins Gewicht fallen. Hol dir also dort Unterstützung, wo du Defizite hast und gib im Gegenzug dort Unterstützung zurück, wo andere ihre Defizite haben, es dir aber leicht fällt!

 

Stärke deine Stärken (und mach die dich dabei behindernden Schwächen unwichtig)

Du siehst also, dass dir dieser einfache Perspektivwechsel dabei helfen kann, deutlich erfolgreicher zu werden!

  • Vergiss also die ständige Fokussierung auf deine Schwächen! Finde lieber heraus, wo deine Stärken liegen und entwickle dich hier konsequent weiter!
  • Suche dann in einem weiteren Schritt nach den Schwächen, die dir beim Einsatz deiner Stärken im Weg stehen und entwickle dich auch hier weiter.
  • Der Rest ist letztlich eine Frage der Organisation. Richte es dir also so ein, dass deine restlichen Schwächen nicht mehr ins Gewicht fallen.

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