Warum SMART Ziele nicht funktionieren

24.05.2017 / PM Basics (Videos), Prioritäten, ZieleHinterlasse einen Kommentar

Warum SMART Ziele nicht funktionieren (Projektmanagement Basics)

Die eindeutige Definition von Zielen ist eine der wichtigsten Aufgaben auf dem Weg zum Erfolg. Denn nur wer weiß, wohin er will und zudem messen kann, wie weit er auf diesem Weg bisher vorangekommen ist, kann sein Ziel auch effizient und effektiv erreichen.

Aber immer wieder hört man die Frage: Warum sollten Ziele SMART sein? Das funktioniert doch sowieso nicht.

Genau um diese Frage dreht sich dieses Video: Ich zeige dir anhand eines klassischen Alttagsbeispiels, wie man aus einem nicht SMARTen Ziel Schritt für Schritt ein SMART Ziel formuliert. Zudem zeige ich dir, warum SMART Ziele bei vielen Menschen nicht funktionieren und worauf du achten solltest, dass du nicht die gleichen Fehler machst.

„SMARTe Ziele? Das funktioniert bei mir nicht!“ Diesen oder ähnliche Sätze hört man immer wieder, wenn es um eines der bekanntesten Hilfsmittel bei der Zielformulierung geht.
Wenn du aber wissen willst, wie die SMART-Formel bei dir funktionieren kann und wie du die häufigsten Fehler bei der Zielformulierung vermeiden kannst, dann solltest du jetzt unbedingt dranbleiben!

„Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg“ – sagte Lao-Tse schon vor über 2 1/2 Tausend Jahren. Doch was er uns nicht gesagt hat war, WIE können wir unsere Ziele kennen lernen? Was müssen wir über unsere Ziele wissen, damit wir den Weg zu ihnen auch wirklich finden? Oder anders gefragt: Wie können wir uns Ziele setzen, die wir dann auch erreichen? Wie schaffen wir es Ziele zu setzen, bei denen wir auch den gesamten Weg gehen und nicht auf halber Strecke liegenbleiben?

Schauen wir uns ein klassisches Beispiel an. Ein Beispiel aus dem Alltag, das wohl jeder von uns nur zu gut kennt!

Zu jedem neuen Jahr – oder auch gerne wenige Wochen vor dem Sommerurlaub (um gerade noch rechtzeitig die richtige Strand-Figur zu bekommen) – nimmst du dir vor:

„Ich mache jetzt mehr Sport! – und dieses mal aber wirklich … also wirklich wirklich!„.

Du startest hoch motiviert, gehst das eine oder andere Mal joggen, aber bevor du es richtig bemerkst ist der gute Vorsatz (und auch das Ziel) irgendwie im Alltag untergegangen.

Aber warum ist das so? Ganz einfach: Weil „mehr Sport machen“ einfach kein SMARTes Ziel ist und du dir damit die Zielerreichung unnötig schwer machst!

 

Was aber sind dann SMARTe Ziele?

SMART ist ein Akronym und steht für:
Spezifisch, Messbar, Attraktiv (oder auch Akzeptiert), Realistisch (und damit auch Ressourcenorientiert) und letztlich das „T“ für Terminiert.

Gehen wir die einzelnen Bestandteile Schritt für Schritt durch und schauen uns an, worauf du achten musst und welche Fehler du bei der Zielsetzung vermeiden solltest.

 

SMARTe Ziele: Das „S“ für spezifisch

Fangen wir an mit dem „S“ das für spezifisch steht an. Hier geht es darum, dein Ziel möglichst präzise zu formulieren. Denn je klarer das Ziel ist, desto besser kannst du es am Ende auch erreichen. In unserem Beispiel heißt das, dass wir zuerst eine klare Aussage über die Art des Sports machen sollten. Denn einfach zu sagen „Ich mache mehr Sport“ ist nicht spezifisch genug! Besser wäre zum Beispiel zu sagen: „Ich werde häufiger Joggen gehen“.

 

SMARTe Ziele: Das „M“ für messbar und das „T“ für Terminiert

Damit kommen wir zu zwei weiteren Dimension. Einmal dem „M“ für Messbar. Und zum anderen das „T“ für terminiert. Diese beiden Bereiche sind meist eng miteinander verbunden verbunden.
Es geht nämlich darum, ob du klar sagen kannst, ob bzw. wann du dein Ziel erreicht hast.

In unserem Beispiel stellt sich nämlich die Frage, was mit „häufiger Joggen gehen“ gemeint ist. Reicht es dir aus, dass du alle 2-3 Wochen einmal um den Block läufst, oder willst du „innerhalb der nächsten 12 Monate mindestens 200km zurücklegen“?

Mit der Aussage „in den nächsten 12 Monaten“ hat dein Ziel nun einen Termin bekommen und zudem ist es durch die Aussage „mindestens 200km“ auch messbar geworden.

 

SMARTe Ziele: Das „A“ für attraktiv (bzw. akzeptiert)

Damit kommen wir zum „A“, das für „Attraktiv“ aber auch für „Akzeptiert“ steht. Dieser Punkt ist – wie ich finde – einer der wichtigsten Punkte der Zielformulierung. wird aber leider oft unterschätzt und vernachlässigt. Hier liegt aber der eigentliche Schlüssel deiner Motivation. Und hier entscheidet sich auch, ob du durchhalten wirst, oder ob du auf halbem Weg – und wenn Schwierigkeiten auftreten – aufgibst und das Ziel aus den Augen verlierst. Es geht nämlich um die Frage: Warum ist dieses Ziel erstrebenswert?

Was macht es für dich attraktiv? Warum hast du dir das Ziel gewählt? Nur, weil es andere von dir erwarten? Oder ist es wirklich dein eigenes Ziel? Welche Bedeutung hat die Zielerreichung für dich? Je genauer du diese Fragen für dich klären kannst, desto wahrscheinlicher ist es, dass du auf dem Weg auch motiviert bleibst.

Das „A“ steh aber – neben Attraktiv – auch noch für Akzeptiert. Und auch hier liegt eine der Hauptursachen, dafür dass die SMART Formel für viele Menschen nicht funktioniert.

Was bei der Zieldefinition nämlich viel zu oft unterschätzt wird, ist die Frage nach den Konsequenzen. Du solltest dich nämlich immer schon vorher Fragen, ob du bereit bist die Konsequenzen, die sich aus deinem Ziel ergeben, auch zu akzeptieren?

Wenn du also in 12 Monaten 200km joggen willst, solltest du dir im Klaren darüber sein, ob du bereit bist ein Jahr lang jede Woche knapp 4km zu laufen. Also auch im Winter, wenn es draußen kalt und eklig ist…

Und je klarer du dir im Vorfeld über die Konsequenzen deiner Entscheidung bist, desto wahrscheinlicher ist es, dass dir auf dem Weg zum Ziel die Luft nicht ausgeht!

 

SMARTe Ziele: Das „R“ für realistisch (bzw. ressourcenorientiert)

Damit kommen wir auch schon zum „R“. Es steht für „Realistisch“ (und damit auch für Ressourcenorientiert). Es wird ja gerne und viel darüber gestritten, wie ambitioniert unsere Ziele sein sollten. Die einen sagen, unsere Ziele sollten nur knapp außerhalb unserer Reichweite liegen, damit wir sie auch erreichen können. Die anderen befürworten viel größere Ziele, die uns richtig fordern – denn nur so würden wir auch wirklich über uns hinauswachsen.

Aber egal, welchen Weg du hier für dich wählst, neben der Frage, ob du im nächsten Jahr 200 oder 2000km joggen willst, solltest du dich auch Fragen, ob der Weg dahin realistisch ist.

Wenn du nämlich dein Ziel von 200km einfach durch die Anzahl der Wochen teilst, dann musst du pro Woche knapp 4km laufen, um dein Ziel zu erreichen. Ich kann dir aber jetzt schon sagen, dass das unrealistisch ist und dass du dein Ziel so auf keinen Fall erreichen wirst! Und dabei meine nicht, dass du nicht 4km pro Woche laufen kannst! Nein, ich meine, dass du das nicht 52 Wochen lang – und ohne jede Ausnahme – durchhalten wirst. Denn entweder wirst bist du im Winter mal erkältet sein, oder du bist im Urlaub oder auf Geschäftsreise…

Und genau diese Hindernisse solltest du bei deiner Zielformulierung immer mitberücksichtigen und dir überlegen, wie du sicherstellen kannst, dass du dein Ziel trotzdem erreichst. In unserem Beispiel könntest du dir vornehmen, dass du jede Woche mindestens 5km joggen gehst. Denn so schaffst du die 200km in 40 Wochen und hast damit einen Puffer von 12 Wochen, in denen du das Joggen auch mal ausfallen lassen kannst. Damit ist dein Ziel 200km in 12 Monaten zu joggen bereits viel realistischer geworden.

Abgesehen davon solltest du dir Gedanken über die benötigten Ressourcen machen. Fürs Joggen sind das relativ wenige: ein paar Laufschuhe, eine Hose und T-Shirt, mehr brauchst du eigentlich nicht.

Aber du solltest dich auch immer Fragen „Kann ich das Ziel auch alleine erreichen?“. Frage dich also am besten auch immer:

Habe ich die Fähigkeiten das Ziel zu erreichen (oder welche Fähigkeiten muss ich mir noch aneignen)?

Inwieweit kann ich die Zielerreichung kontrollieren bzw. wo bin ich von anderen abhängig?

Und ebenfalls sehr wichtig: Wer kann mich auf meinem Weg zum Ziel unterstützen? In unserem Beispiel könnte das eine Freundin von dir sein, mit der du dich jede Woche zum Joggen triffst.

 

Und das waren sie auch schon, die 5 Dimensionen der SMART-Formel und die darin verborgenen häufigsten Fehlerquellen. Aus unserem sehr vagen Ziel „Ich will mehr Sport machen“ ist nun Schritt für Schritt ein SMARTes Ziel geworden. Nämlich: „In den nächsten 12 Monaten bin ich mindestens 200km joggen gewesen. Hierfür treffe ich mich jeden Samstag um 14:00 mit Petra, um mindestens 5km zu laufen.“

Durch diese Formulierung wird zwar das Joggen nicht weniger anstrengend, aber es wird deutlich wahrscheinlicher, dass du dein Ziel auch erreichst!

In der Videobeschreibung findest du noch viele weiterführende Links, mit denen du tiefer in das Thema einsteigen kannst.

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In diesem Sinne wünsche ich dir erfolgreiche Projekte mit SMARTen Zielen und bis zum nächsten Mal auf diesem Kanal oder auf Erfolgreich-Projekte-Leiten.de!


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