Ziele priorisieren mit der MoSCoW-Methode

Fabian WalterPrioritäten, ZieleHinterlasse einen Kommentar

MoSCoW - Methode

Fast jedes Projekt steht vor der Herausforderung, dass es mehr Wünsche und Anforderungen gibt, als realistisch umgesetzt werden können.

Damit es aber später – mit den Stakeholder:innen und hier v.a. mit der Auftraggeber:in – nicht zu Unstimmigkeiten kommt, müssen diese verschiedenen Ziele in ihrer Wichtigkeit gewichtet und gegeneinander ins Verhältnis gebracht werden.

Aber wie gelangt man zu einer solchen Priorisierung der Ziele? Eine einfache und sehr wirkungsvolle Möglichkeit ist die sogenannte MoSCoW-Methode!

 

Die MoSCoW-Methode

Die MoSCoW-Methode hat nichts mit der russischen Hauptstadt zu tun, sondern ist ein Akronym der 4 genutzten Prioritäts-Kategorien:

  • M = Must (Muss-Ziele)
  • S = Should (Soll-Ziele)
  • C = Could (Kann-Ziele)
  • W = Won’t (Nicht-Ziele)

(Die verwendeten „o“s in MoSCoW haben keine Bedeutung, sondern ermöglichen nur die Eselsbrücke zur russischen Hauptstadt.)

Schauen wir uns jetzt die 4 Prioritäts-Kategorien im Detail an:

 

Must (Muss-Ziele)

Muss-Ziele betreffen den Kern des Projektergebnisses. Wenn diese Ziele nicht erreicht werden, ist das Projekt ganz (oder zumindest teilweise) gescheitert.

Muss-Ziele sind in Projekten deshalb meist vertraglich fixiert und eine Änderung an diesen Zielen ist meist nicht – sinnvoll – möglich.

 

Should (Soll-Ziele)

Soll-Ziele sind von der Auftraggeber:in ausdrücklich gewünscht, weil sie das Projektergebnis deutlich verbessern.

Anders als bei Muss-Zielen sind sie aber für den Projekterfolg nicht zwingend erforderlich.

Das heißt, dass sie in Einzelfällen und nach Rücksprache mit der Auftraggeber:in verändert oder sogar gestrichen werden können.

 

Could (Kann-Ziele)

Kann-Ziele sind das „Sahnehäubchen“ oder sogar nur die „Kirsche auf dem Sahnehäubchen“ – also Ziele, die nett, aber für das Projektergebnis nicht entscheidend sind.

Diese Ziele werden dann angegangen, wenn die Muss- und Soll-Ziele bereits erreicht wurden, oder wenn sie einfach „nebenbei“ erledigt werden können.

Anders als die vorherigen Ziel-Kategorien, können Kann-Ziele bei Bedarf auch ohne Rücksprache mit der Auftraggeber:in von der Projektleiter:in gestrichen werden.

 

Won’t (Nicht-Ziele)

Die letzte, aber nicht weniger wichtige Kategorie, sind die Nicht-Ziele. Hierbei handelt es sich um Ziele, die explizit nicht in diesem Projekt verfolgt werden sollen.

Diese Gruppe ist deshalb so wichtig zu definieren, weil sie der schleichenden Ausweitung des Projektumfangs – einer der größten Gefahren für erfolgreiche Projekte – entgegen wirken. Zudem können hierdurch unrealistische Erwartungen der Stakeholder:innen identifiziert und geklärt werden.

Weitere Informationen zu Nicht-Zielen findest du in diesem Artikel.

 

FAZIT: Ziele einfach priorisieren mit der MoSCoW-Methode

Wie du siehst, kannst du mit der MoSCoW-Methode Projektziele sehr einfach und transparent priorisieren.

Außerdem kannst du unterschiedliche Erwartungen klären, die – wenn sie unentdeckt blieben – später das Projekt gefährden würden.

Eine solche Priorisierung / Klärung sollte deshalb auch möglichst zu Beginn eines Projekts – in entspannter Atmosphäre – erfolgen. Denn anschließend wissen dann alle, worauf sie sich konzentrieren sollten (und was eher unwichtigere Nebentätigkeiten sind).

Zudem kannst du dann – wenn die Zeitpläne knapp werden und der Druck wächst – einfach auf diese abgestimmte Priorität zurückgreifen und unwichtige Ziele streichen oder verändern. Und das ganz ohne zuerst in langwierige Abstimmungen gehen zu müssen.

Probiere in deinem nächsten Projekt also einfach mal die Priorisierung der Ziele mit der MoSCoW-Methode aus!

Hast du bereits Erfahrungen mit der MoSCoW-Methode gesammelt? Dann würde ich mich über deinen Kommentar freuen.


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