Wie wird man ein guter Projektleiter? (Shu-Ha-Ri)

Fabian WalterAllgemeinHinterlasse einen Kommentar

Wie wird man ein guter Projektleiter? (Shu-Ha-Ri)

Ein schwieriges Projekt kommt ganz plötzlich in unruhiges Fahrwasser und trotzdem behält die Projektleiter:in den Überblick und führt das Projekt – scheinbar ohne große Probleme – erfolgreich zum Ziel.

Hast du eine solche Situation auch schon einmal erlebt? Und hast du dich da auch gefragt: Wie wird man zu einer solch erfolgreichen Projektleiterin?

 

Shu-Ha-Ri: der Weg zur Meisterschaft

Der Weg zu solch herausragenden Fähigkeiten wurde schon im 18. Jahrhundert im japanischen Shu-Ha-Ri Prinzip beschrieben.

Damals ging es zwar nicht um Projektmanagement, sondern um die Frage, wie man in den japanischen Kampfkünsten von der Schüler:in zur Meister:in werden kann. Aber das Prinzip ist universell auf das Erlernen neuer Fähigkeit anwendbar:

1) Shu = Folge den Regeln

„Shu“ kann grob mit „folgen“ übersetzt werden. Es ist der erste Schritt des Lernens, bei dem die Schüler:in das Vorgehen der Meister:in kopiert bzw. sich 1:1 an ein vorgegebenes Rezept oder eine Technik hält.

2) Ha = Beuge die Regeln

„Ha“ kann grob mit „sich lösen“ übersetzt werden. In diesem zweiten Schritt lernt die Schüler:in weitere Methoden und Tools kennen. Entweder, weil die Technik – die sie im ersten Schritt gelernt hat – nicht mehr ausreichend ist, oder einfach nur aus Interesse.

3) Ri = Sei die Regel

„Ri“ kann grob mit „verlassen“ übersetzt werden. Wer dieses dritte Stadium erreicht, verlässt das vorgegebene Regelwerk und reagiert auf jede Situation intuitiv mit der jeweils passenden Vorgehensweise.

In diesem Stadium werden die verschiedenen Tools und Methoden dann so gemischt und kombiniert, dass sie optimal auf die vorliegende Situation passen.

Eine Person, die sich im „Ri“-Stadium befindet, kann dann meist auch gar nicht erklären, warum er/sie so gehandelt hat, denn das Wissen ist so tief in ihm/ihr verwurzelt, dass ganz einfach intuitiv gehandelt wird.

 

Beispiel für Shu-Ha-Ri: Wax on, Wax off

Ein schönes Beispiel für dieses Prinzip findet sich im Film Karate Kid, in dem Mr. Miyagi von Daniel verlangt die Autos zu wachsen („Wax on, Wax off“), den Zaun zu streichen („Up and Down“) und auch das Haus zu streichen („Side to Side“). Und das obwohl Daniel doch nur Karate lernen wollte!?

Nach mehreren Tagen der stupiden Arbeit und des befolgend der Regeln kommt es dann zur Konfrontation: Daniel wirft Mr. Miyagi vor, dass er ihm noch kein Karate beigebracht habe. Doch Mr. Miyagi antwortet nur: „Du hast in den letzten Tagen viel Karate gelernt!“.

Die kreisenden Bewegungen beim Auto wachsen, die Bewegungen von links nach rechts und von oben nach unten beim Zaun bzw. Haus streichen waren nämlich Karate-Katas (also Übungsformen), die er so verinnerlicht hat.

Also auch wenn Daniel es nicht wusste, befand er sich schon tagelang im Shu-Stadium. Und nun kann er sich bei einem Angriff schon gut verteidigen.

 

Wie wirst du nun eine gute Projektleiter:in?

Für uns, die es als Projektleiter:innen zur Meisterschaft bringen wollen, können wir uns das Shu-Ha-Ri-Prinzip ebenfalls zu Nutze machen:

  1. Suche dir einen „Meister“ oder ein Regelwerk, dem du folgen kannst, wie beispielsweise den Projektmanagement Crashkurs, der dir in einfachen Schritten alles Wichtige zeigt, was du für ein erfolgreiches Projekt benötigst!)
  2. Halte dich dann an diese Regeln und wende sie wieder und wieder an, bis du sie absolut verinnerlicht hast.
  3. Versuche dann nicht zu schnell das Shu-Stadium zu verlassen, sondern übe dich in Geduld! Auch, wenn das in unserer Streaming- bzw. Instant-Access-Gesellschaft, in der wir auf alles immer sofort Zugriff haben, nicht leicht fällt.
  4. Erst wenn du dann das Regelwerk schlafwandlerisch anwenden kannst und du es schon einige Male erfolgreich anwenden konntest, ist die Zeit gekommen weitere Methoden heranzuziehen, sie mit anderen Methoden zu mischen oder sie abzuwandeln.

Das beschriebene Vorgehen fällt uns zwar enorm schwer und wir würden gerne viel früher auf eigenen Füßen stehen. Aber genau wie bei den japanischen Kampfkünsten benötigt es auch beim Projektmanagement eine solide methodische Grundlage, die wir in- und auswendig kennen.

Denn nur, wenn wir dieses Wissen intuitiv anwenden können, steht es uns auch in den stressigsten Situationen zur Verfügung und ebnet uns so den Weg zum Projekterfolg!

Übe dich also in Geduld, lerne die Grundlagen (die ich dir im Projektmanagement Crashkurs vermittle) und wachse erst dann aus einer soliden Basis heraus zu wahrer Größe!

In diesem Sinne: erfolgreiche Projekte!

DER PROJEKT­MANAGEMENT CRASHKURS


DEIN EINSTIEG INS PROJEKT­MANAGEMENT MIT DEM DU IN EINFACHEN SCHRITTEN LERNST,
WIE DU DEINE PROJEKTE MIT WENIGER STRESS UND MEHR SPASS ERFOLGREICH LEITEST!

Ja, ich lernen, will ich Projekte erfolgreich leite!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.